Brandneu im Verleih

Filme auf VHS oder DVD

Zu verschiedensten Anlässen eignen sich Trickfilme, Kurzspielfilme oder Dokumentationen besonders gut, in ein Thema einzuführen, es zu vertiefen oder zu problematisieren. Manch ein Film illustriert wichtige Zusammenhänge, belustigt oder zeigt eine ungewöhnliche Perspektive. Lassen Sie sich anregen von unseren Neuerscheinungen.

Höllenritt

Jakob hat ein echtes Problem: zum ersten Mal nach der Scheidung seiner Eltern wird er von seinem Vater abgeholt, um mit ihm ein gemeinsames Wochenende zu verbringen. Dabei hasst Jakob seinen Vater und will nichts mehr mit ihm zu tun haben, seit dieser die Familie verlassen hat. Deshalb beschließt er Mitglied zu werden im Club „PSA – Papas sind Arschlöcher“. Den haben seine beiden Freunde gegründet. Doch um in die PSA zu kommen muss Jakob Punkte sammeln und die bekommt er nur, wenn er seinem Vater richtig fiese Streiche spielt. Um ihn also ein für allemal loszuwerden, beschließt Jakob, ihm das Wochenende ordentlich zu vermiesen. Was als Höllenritt für den Vater geplant war, wird jedoch auch für Jakob zum Desaster. Jakob muss Karin kennen lernen, die neue Freundin seines Vaters. Er muss beim Vater in der Wohnung übernachten. Und plötzlich taucht auch noch Karins Tochter auf, die sich als Jakobs neue Möchtegernschwester aufspielt. Jakob versucht seinem Hass freien Lauf zu lassen, um ordentlich PSA-Punkte zu sammeln. Doch das ist schwieriger als gedacht, denn Karin ist eigentlich ganz nett und Marion hat irritierend große Brüste, die irgendwie magische Fähigkeiten zu haben scheinen. Beim gemeinsamen Ausflug in einen Freizeitpark kommt es schließlich zum Eklat. Jakob merkt langsam aber sicher, wie sehr er seinen Vater eigentlich braucht und vermisst.  (Kurzspielfilm, 30 Min., ab 10 J.)

Aufgenommen in den Himmel

Dass die menschliche Seele unsterblich ist und es somit ein Leben nach dem Tod gibt, darauf hoffen viele Menschen. Zur christlichen Verkündigung gehört der Glaube an die leibliche Auferstehung unverzichtbar dazu. Doch was kann man darunter angesichts der Vergänglichkeit des menschlichen Körpers verstehen, und welche Vorstellungen haben wir davon, was nach dem Tod kommt? Der vorliegende Dokumentarfilm nähert sich diesen Fragen und lässt dabei Menschen zu Wort kommen, die selbst täglich mit Sterben und Tod konfrontiert werden. Ihre sehr persönlichen Eindrücke und Erfahrungen werden durch medizinische, naturwissenschaftliche und theologische Zugänge weitergeführt und ergänzt. (Dokumentarfilm, 44 Min., ab 16 J.)

Trauern in der Fremde

Um der Trauer um ihre toten Verwandten einen Ort zu geben, wurde vom Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge Düsseldorf (PSZ) ein interreligiöser Trauerort für Menschen geschaffen, die fern von ihrem Heimatland leben und sich nicht verabschieden können, wenn zuhause jemand stirbt, nicht an der Beisetzung teilnehmen und das Grab nicht besuchen können. Dies ist besonders für Flüchtlinge wichtig, die in ihren Herkunftsländern oft Krieg, Verfolgung und Gewalt erlebt haben, aber nicht mehr in ihre Heimat fahren dürfen, um die Gräber ihrer Toten aufzusuchen. In sehr emotionalen und persönlichen Interviews beschreiben MigrantInnen und Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Religionen die unterschiedlichen Formen, mit dem Tod und den Toten umzugehen, welche Bedeutung der Tod in ihren Herkunftsländern hat, wie dort um die Verstorbenen getrauert wird, welche Rituale der Verabschiedung ein Begräbnis begleiten, wie unterschiedlich mit der Trauer und den Gefühlen umgegangen wird. Auf der anderen Seite erzählen sie, wie sie hier in Deutschland fern von ihren Verstorbenen mit ihrer Trauer umgehen, wie sie ein Andenken und eine Erinnerung oft schmerzhaft bewahren, um den Tod ins Leben zu integrieren. (28 Min, ab 8 J.).

Du sollst nicht Angst haben - Barmen 1934

Im Mai 1934 wurde in Wuppertal-Barmen die sogenannte „Barmer Theologische Erklärung“ bzw. das „Barmer Bekenntnis“ verabschiedet. Sie galt mit ihren sechs Thesen, die alle einen christologischen Ansatz haben, als das theologische Fundament der Bekennenden Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus. Damit setzte sie sich aber auch bewusst von den Deutschen Christen ab und rief so vielfältige Spaltungen innerhalb der evangelischen Kirche hervor. Darüber hinaus nahm die Barmer Theologische Erklärung nicht zum Schicksal der Juden im nationalsozialistischen Deutschland, der sogenannten „Judenfrage“, Stellung. Karl Barth, der wesentlich an der Ausarbeitung der Thesen beteiligt war, erkennt diesen Mangel Jahre später sehr deutlich und selbstkritisch. Die Idee zu dem Filmprojekt ist aus dem Unterricht heraus entstanden. In dem Film entdecken die Schüler etwa, dass es der Bekennenden Kirche in erster Linie um den Erhalt der Kirche ging, sie einen offenen Widerstand gegen die Nazis aber nicht wagte und insbesondere zur Judenverfolgung schwieg. (Dokumentarfilm, 73 Min, ab 16 J.)

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Ausschnitt aus einem neuen Film im Verleih des Ökumenischen Medienladens... mehr