Neue Spielfilme
Heiteres, Ernstes, Spannendes und Nachdenkenswertes
Nur eine kleine Auswahl an Neuerscheinungen im Verleih des Ökumenischen Medienladens. Wenn Sie einen bestimmten Titel suchen, schauen Sie einfach nach in unserer Datenbank oder fragen Sie unsere Mitarbeiterinnen...
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Der Kardinal
Brückenbauer, moralisches Gewissen des Landes, Wegbereiter der Ökumene und des interreligiösen Dialogs - das sind nur einige Attribute, die Kardinal Franz König (1905-2004) zugeschrieben werden. Der langjährige Erzbischof von Wien war eine der prägendsten Persönlichkeiten Österreichs im 20. Jahrhundert. Regisseur Andreas Gruber spürt dem bewegten Leben des als Bauernsohn geborenen, weltoffenen "Jahrhundertkardinals" nach. - 1960: Auf dem Weg zum Begräbnis seines Studienkollegen, des Kardinals Alojzije Stepinac, wird König zusammen mit seinem Fahrer in einen Verkehrsunfall verwickelt. Während er im Krankenhaus liegt, beschließt er, sich mehr um die östlichen Kirchen zu bemühen und eine Öffnung des Westens zu erreichen. Für seine Verdienste wird er in die Vatikanstadt gerufen, um Papst Johannes XXIII. zu beraten. Dieser plant eine Versammlung der Weltkirche. In Österreich selbst gelingt es König mit der eher der Kirche fern stehenden österreichischen Sozialdemokratischen Partei unter ihrem Vorsitzenden, dem Kanzler Bruno Kreisky, in einen Dialog zu treten. Obwohl König und Kreisky eine gute Gesprächsbasis miteinander pflegen, wird das Verhältnis der beiden Männer getrübt, da Kreisky die so genannte Fristenregelung per Gesetz beschließt, die die Kirche traditionell ablehnt. Demnach soll ein Schwangerschaftsabbruch bis zum dritten Monat straffrei bleiben. In Rom wird König im Jahr 1978 zu einem Unterstützer und Förderer der Wahl des Krakauer Kardinals Karol Józef Wojtya zu Papst Johannes Paul II. Mit diesem bespricht er kurz vor seinem 80. Geburtstag seine Nachfolge. Entsetzt nimmt er zu Kenntnis, dass der Papst den konservativen Hans Hermann Groër zu seinem Nachfolger als Wiener Erzbischof bestimmt. (91 Min., ab 14 J.)
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Der ganz große Traum
Braunschweig 1874: Drei Jahre nach Gründung des Deutschen Kaiserreichs herrschen Zucht und Ordnung am Martino-Kartharineum-Gymnasium. Im Geschichtsunterricht werden die Schlachten der Preußen noch einmal geschlagen. Zur körperlichen Ertüchtigung wird geturnt, marschiert und Aufstellung genommen, dass Turnvater Jahn seine helle Freude gehabt hätte. Und wer nicht pariert, macht Bekanntschaft mit dem Rohrstock. Dabei ist Direktor Merfeld durchaus fortschrittlich gesinnt. Im Rahmen eines Förderprojektes beruft er den jungen Lehrer Konrad Koch an seine Schule, der den Pennälern eine fremde Sprache nahebringen soll: Englisch. Koch jedoch hat von seinem Studienaufenthalt in England nicht nur die notwendige sprachliche Qualifikation mitgebracht, sondern auch die Leidenschaft für Fußball. Als er versucht, seine unwilligen Schüler durch den in Deutschland gänzlich unbekannten Ballsport für die englische Sprache und Kultur zu öffnen, löst er bei den Jungen eine ungeahnte Begeisterung aus. Bei Lehrer- und Elternschaft finden die Aktivitäten indes wenig Anklang. (113 Min., ab 10 J.)
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HomeVideo
Jakob ist ein verschlossener, sensibler 15-Jähriger mitten in den Wirren der Pubertät. Er filmt alles mit seiner Videokamera, was ihn gerade bewegt, und liebt ungewöhnliche Fotos. Seine Eltern wissen wenig von ihm. Sie stecken in einer Ehekrise - beinahe täglich wird Jakob Zeuge eines Streits. Als Jakobs Mutter ihm eröffnet, dass sie sich von Claas trennen und ausziehen wird, zieht er sich noch mehr in sich zurück. Auch in der Schule bekommt Jakob Probleme, doch eigentlich ist ihm das alles egal, denn er hat nur Augen für Hannah, in die er verliebt ist. Als er gerade beginnt, ihr näher zu kommen, gerät ein selbstgedrehtes, kompromittierendes Video von Jakob in die Hände seiner Mitschüler. Noch bevor Jakob es sich zurückholen kann, stellt es ein Mitschüler ins Internet - in kürzester Zeit verbreitet sich das Video in der ganzen Schule. Von allen Seiten wird Jakob daraufhin gemobbt. Über das Internet erhält er in Chatrooms dutzende Hassbotschaften. Als auch Hannah sich von ihm abwendet, seine Mutter zu ihrer neuen Lebenspartnerin gezogen ist und der Schulleiter ihm einen Schulverweis erteilt, gerät Jakob immer mehr in eine soziale isolation und einen emotionalen Teufelskreis. Seine Umwelt nimmt die drohenden Signale seiner Selbstmordabsichten nicht wahr. Am Ende nimmt sich Jakob das Leben. (90 Min., ab 14 J.)
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Illegal
Tania, eine 39-jährige Russin, lebt seit acht Jahren mit ihrem 13-jährigen Sohn Ivan illegal in Belgien. Obwohl die Behörden ihren Asylantrag abgelehnt haben, gelingt es ihr mit Hilfe gefälschter Papiere, einen Job zu finden und ihren Sohn zur Schule zu schicken. Doch sie lebt in ständiger Angst davor, abgeschoben zu werden. Eines Tages führt eine Polizeikontrolle zu ihrer Verhaftung. Ivan kann entkommen und flüchtet sich zu einer Freundin Tanias. Mutter und Sohn werden getrennt und Tania wird in das „Centre 111 bis“ gebracht, ein Abschiebegefängnis für illegal eingewanderte Frauen und Familien. In Haft steht Tania unter großem psychischen Druck. Der sie verhörende Beamte behauptet, dass sie wegen der gefälschten Papiere mit einer Gefängnisstrafe zu rechnen habe. Deshalb macht sie sich große Sorgen um Ivans Schicksal. Hinzu kommt, dass der Junge damit droht, demnächst für die russische Mafia zu arbeiten, da er sonst nicht genug Geld zum Leben habe. In der Haft macht Tania die Bekanntschaft einer jungen Frau aus Mali, Aissa, die ihre Abschiebung bereits mehrmals Mal verhindern konnte. Doch dafür musste sie die rohe Gewalt der Polizisten ertragen. Nach den letzten schweren Misshandlungen begeht Aissa in der Abschiebehaft Selbstmord. Auch Tania soll abgeschoben werden. Nach zwei erfolglosen Abschiebeversuchen wird auch sie von Polizisten brutal zusammengeschlagen. Schließlich gelingt es ihr trotz schwerer Verletzungen aus dem Krankenhaus zu fliehen und zu Ivan zurückzukehren. (95 min., ab 14 J.)




