ac_unit Winteraktion: Tipps, Tricks und tolle Medien

Nur noch wenige Wochen – dann ist
(endlich) wieder Weihnachten.

Wir möchten Ihnen die hektische Adventszeit versüßen und Ihnen hilfreich zur Seite stehen.

Ab sofort finden Sie hier einmal in der Woche Medientipps und andere kleine Überraschungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um Advent und Weihnachten.

Für Fragen, Wünsche, Anregungen stehen Ihnen die Kundenberaterinnen unter der Nummer 0711 22276 -68 bis -70 zur Verfügung.

Meine Geschichte: "I’ will hoim!" – Nichts ist schlimmer als Heimweh!

© Uli Gleis

Ich möchte Ihnen zum Abschluss unserer Winter- und Weihnachtstipps noch eine kleine Geschichte aus meinen vergangenen Tagen als Student über ein Weihnachten in Schottland erzählen.

Ich wünsche Ihnen heute einen besinnlichen Heilig Abend und gesegnete Weihnachten.

Ihr Jürgen Kaiser

  • add "I’ will hoim!" – Nichts ist schlimmer als Heimweh!

    Heiligabend 1977 in Schottland. Die Schotten feiern keinen Heiligabend. Weihnachten ist – wie einst in Schwaben – am Christfest, also am ersten Weihnachtstag. In Schottland werden dann Strümpfe am Kamin aufgehängt.  Daher ist der Heiligabend ein ganz normaler Arbeitstag. Abends gibt es keinen Gottesdienst, keine Glocken, kein "Oh, Du Fröhliche!", keine Bescherung, keine Weihnachtsgeschichte, keine Kerzen, keinen Weihnachtsbaum, keine "Gutsle ond Bredla".

    Es regnete am 24. 12. 1977. Zusammen mit einem schwäbischen Studienkollegen habe ich damals in Edinburgh studiert. Über Weihnachten blieben wir dort. Und an diesem regnerischen Heiligabend saßen wir im Stadtteil South Queensferry in einer Fischerkneipe am alten Fährhafen. Und mein Freund heulte Rotz und Wasser vor Heimweh. Es gab Guinness und Whisky. Das war‘s an Weihnachten 1977.

    Schwaben in der Fremde – und dann Weihnachten. Die eine Sorte Schwaben kommt hinter der Miste nicht hervor – da läuft Weihnachten ab wie immer: Saitenwürste und Kartoffelsalat, Gottesdienst, Bescherung. Die anderen Schwaben sind auf der ganzen Welt verstreut.  An Heilig Abend kommt die Erinnerung – an "dr’hoim". Dann kommt das Heimweh hoch.

    Heilig Abend –  das ist der Kompressor der Gefühle. Gefühle brauchen Symbole. Schwaben haben sie geschaffen. Im schwäbisch-alemannischen Sprach- und Kulturkreis wurde der Weihnachtsbaum erfunden. 1539 stand im Straßburger Münster zum ersten Mal ein Weihnachtsbaum. Für die Alemannen waren die Bäume heilig. Die Äpfel waren für sie Fruchtbarkeitssymbole. So behängten sie den ersten Baum mit roten Äpfeln – und überall im evangelischen Raum machten es die Menschen nach – genauer : die Protestanten. Für Katholiken war das streng verboten. So kam es noch 1554 im katholischen Freiburg zu einer Weihnachtspredigt, in der das Aufstellen von "weyhenachten-meyen" – also von Tannenzweigen – streng verboten wurde. Das passende Gebäck gegen das Heimweh haben sie auch gleich erfunden: Lebkuchen und Springerle. Die Lebkuchen wurden im frühen Mittelalter in Ulm entdeckt, bis die Nürnberger das Honigmonopol erfanden und an sich rissen. Heimat und damit Heimweh ist eben auch eine sinnliche Erfahrung und geht durchs  Auge, Geruchsinn und Magen. Das kann Guiness und Whisky nicht ersetzen.

    All diese Gefühle brechen an Weihnachten hervor. Sie sind nicht zu bremsen. Genauso wenig wie das Heimweh.

    Das erste Weihnachten war ja auch so: Trauriger als das Ankommen im Stall kann es ja eigentlich nicht mehr werden. Und trotzdem geschieht genau da das Wunder Gottes: Gott wird Mensch. Inmitten vom größten Dreck.

    Eigentlich ist die Weihnachtsgeschichte eine schwäbische Geschichte: Nämlich wunderbar dialektisch. These und Antithese sind mal wieder aufs vortrefflichste vereint. Das versteht der dialektisch denkende Schwabe. So beginnt im größten Heimweh, in Rotz und Wasser, der Kern der Zukunft.

    Das ist das schwäbische Weihnachtsgefühl.

Mein Filmtipp: Fürchtet euch nicht

Der 14minütige Kurzspielfilm erzählt die Geschichte einer Gruppe von Sternsingern, die bei ihrer Sammelaktion an den Türen oft Ignoranz und Spott ernten. Als ihnen sogar von Jugendlichen die Spendendose gestohlen wird gibt die Gruppe bis auf Martin, einen Unbeugsamen, auf. Als Martin erneut auf die Jugendlichen trifft, wird seine Toleranz auf eine harte Probe gestellt.

Auf frische und unbekümmerte Art thematisiert der Film Themen wie Freundschaft, Gewalt unter Jugendlichen und gesellschaftliche Kälte.

Der Film ist nicht nur für den Dreikönigstag interessant und unter der Signatur DVK1463 analog sowie online erhältlich.

Mir bleibt jetzt nur noch Ihnen eine schöne letzte Woche vor Weihnachten und anschließend erholsame Feiertage zu wünschen.
Ihr Peter Pförsich

Mein Buchtipp: Das große Hausbuch zur Weihnachtszeit

Im Werk "Das große Hausbuch zur Weihnachtszeit" finden Sie nicht nur Wissenswertes zu Weihnachten von A-Z, sondern auch Geschichten, Gedichte, Statistiken, Lieder oder kuriose Fakten.

Die Adventszeit ist ja auch immer eine Zeit, in der viel gebastelt, gebacken oder gekocht wird. Der Band enthält ebenso zahlreiche Rezepte oder Ideen zum Backen und Basteln.

Ich habe den Bratapfellikör aus dem Buch ausprobiert: ging superschnell und unkompliziert. Und den Geschmackstest mit meinen Kolleginnen hat er mit einem einstimmigen "Sehr lecker und süffig" bestanden.

Lust bekommen? Den wunderschön gestalteten Band können Sie in der Bibliothek unter der Signatur VT 23 entleihen…

Eine schöne Adventszeit und viel Spaß beim schmökern wünscht Ihnen Kerstin Thoma.

Mein Filmtipp: Wintertochter

Ein anfangs ruhiger, dann aber ergreifender Film der Zeitgeschichte.

Im Mittelpunkt steht die zwölfjährige Kattaka, welche an Weihnachten durch einen überraschenden Anruf völlig aus ihren gewohnten familiären Bahnen geworfen wird und sich daraufhin auf die Suche nach ihrem unbekannten leiblichen Vater macht, der in Polen lebt. Begleitet wird sie von ihrer 75-jährigen Nachbarin Lene. Im Verlauf der Reise werden beide mit ihrer Vergangenheit und mit längst verdrängten Erinnerungen und Emotionen konfrontiert…

Ein spannender und preisgekrönter Unterhaltungsfilm und Road-Movie über das Schicksal der Vertriebenen.

Der Film hat bei uns die Signatur DVS728.

Eine gute Reise durch Polen mit Kattaka und Lene wünscht Genowefa Naumann.

Mein Rezepttipp: Weihnachtsstollen aus dem Erzgebirge und Rumkugeln

Leckermäuler aufgepasst: ich möchte Ihnen zwei meiner Lieblings-Weihnachts-Rezepte an Herz legen und ich hoffe, Ihnen schmecken sie genauso gut wie mir.

Wenn Sie jetzt noch schnell die Zutaten einkaufen, können Sie Ihre Lieben an Weihnachten mit einem selbstgemachten Weihnachtsstollen oder klassischen Rumkugeln erfreuen.

Viel Erfolg beim backen und zubereiten.

Ihre Monika Račić

Meine Medientipps: Kamishibai und Schattentheater

"Nachdem in der Herberge kein Platz für sie war, suchen Maria und Josef Schutz in einem Stall bei Betlehem. Zwischen Ochs und Esel wird Jesus geboren..."

Es macht Spaß Kinder in der Adventszeit zu begleiten und auch selbst begleitet zu werden. Die Geschichte und das Geheimnis um Weihnachten lassen sich meditativ und spielerisch zum einen mit dem Kamishibai (Erzähltheater) (MP4426) und seinen winterlichen und adventlichen Erzählkarten, aber auch mit dem Schattentheater (MP4485), den Erzählfiguren und der Vorlage, umsetzen.

Das Spielen einüben allerdings braucht Zeit und Muße, aber genau das ist ja in der hektischen Vorweihnachtszeit das Richtige und erzielt bei den Zuhörern (hauptsächlich Elementarbereich) eine große Wirkung.

Zum Kamishibai

Zum Schattentheater

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Entdecken und Ausprobieren. Ihre Gudrun Karrer.

(Cover © Don Bosco)

Unser Filmtipp: Was machen Frauen morgens um halb vier?

Christstollen, Schweinsöhrchen, all die Leckereien werden jedes Jahr seit Generationen im Kleinen Bäckerladen hergestellt. Doch Sturmwolken ziehen sich zusammen: Die Junge Bäckerin Franzi muss über Nacht den völlig maroden Laden aufrechterhalten. Sie braucht Ideen und einen enormen Willen und all ihr Können um sich gegen sämtliche Widerstände durchzusetzen. So kommt die Idee Christstollen in das Muslimische Dubai zu exportieren. Der Großauftrag muss innerhalb einer Woche hergestellt werden. Es treffen sich im kleinen Bäckerladen plötzlich all die Menschen wider, die helfen dieser Idee zum Leben zu verhelfen.

Wir finden, dies ist ein warmherziger humorvoller Film, der einem turbulent am Schluss zuruft "Es kann Weihnachten werden". Sie erhalten ihn unter der Signatur DVS772.

Und oben drauf gibt es passend zum Film ein Rezept für Schweinsöhrchen zum downloaden.

Viel Spaß beim backen und Film schauen wünschen Katrin Baumgärtner und Monika Račić.